Schauen wir mal ob auch alle meine Banken Wero unterstützen …
Wie schnell doch ein Monat vergeht. Für den ersten Sonntag im Februar habe ich mir das Thema Online-Payment vorgenommen – ein Bereich, in dem Europa lange zu sehr auf amerikanische Lösungen gesetzt hat, der aber endlich Bewegung zeigt.
Ein Blick auf die Wechselrezept-Seite Von Paypal nach Wero: Dort wird sichtbar, wie ein europäisches Alternativmenü entsteht. Eine der wichtigsten Zutaten ist Wero, gedacht als europäische Antwort auf PayPal – und als Baustein für mehr digitale Souveränität.
Für mein Ethikbank-Konto war Wero bereits 2025 verfügbar. Das zeigt, dass europäische Lösungen funktionieren können, wenn Banken den Mut haben, neue Wege zu gehen. Umso mehr interessiert mich, wann große Institute wie die Commerzbank nachziehen (aktuell sind sie leider noch nicht dabei). 2026 wäre dafür ein gutes Jahr. Der Bedarf ist da, das Bewusstsein wächst – jetzt kommt es darauf an, den nächsten Schritt zu gehen.
Auch beim Online-Shopping ist das Potenzial offensichtlich. Zwar dominiert PayPal aktuell noch viele europäische Shops, doch das muss kein Dauerzustand bleiben. Händler und Zahlungsdienstleister beginnen zu erkennen, dass Abhängigkeit von amerikanischen Plattformen nicht alternativlos ist – weder wirtschaftlich noch datenschutzrechtlich. Europäische Lösungen können hier Vertrauen, Transparenz und fairere Rahmenbedingungen bieten.
Digitale Unabhängigkeit entsteht nicht über Nacht. Sie wächst Schritt für Schritt: durch Banken, die europäische Dienste integrieren, durch Händler, die Alternativen anbieten, und durch Nutzer, die bewusst Entscheidungen treffen. Wero ist ein Beispiel dafür, dass Europa nicht nur regulieren, sondern auch selbst gestalten kann.
2026 könnte das Jahr werden, in dem europäisches Online-Payment den Sprung aus der Nische schafft. Die Grundlagen sind gelegt – jetzt gilt es, sie konsequent weiterzuentwickeln.
Meinen aktuellen Digital Independence Stand könnt ihr auf der Seite #dutgemacht einsehen.
Gruß Lars